FÖRDERUNTERRICHT AN UNSERER SCHULE

Zitat aus dem Abschlussbericht der Qualitätsanalyse der Bezirksregierung Düsseldorf, 2016

Leitgedanken

Unsere Schule legt Wert darauf, dem Förderunterricht eine wichtige Rolle zu zuweisen. Die Kinder sollen erleben, dass die Arbeit in kleinen Gruppen für sie eine Unterstützung und Hilfe bedeutet oder gar ein zusätzliches Lernangebot darstellt. Wir wünschen uns, dass die Kinder den Förderunterricht als Unterrichtsstunden erleben, die es ihnen ermöglichen, die Freude am Lernen zu wecken und zu erhalten, das dort Gelernte auf die tägliche Unterrichtssituation zu übertragen und somit mit gestärkter Sachkompetenz mitarbeiten zu können, ihre Leistungen individuell zu steigern, – ihren eigenen Leistungszuwachs selbständig zu kontrollieren, zu erkennen und zu bestimmen.

In diesem Sinne arbeiten wir mit allen Beteiligten an einer positiven Grundhaltung gegenüber diesem Unterrichtsangebot. Darüber hinaus versuchen wir auch das Erfahrungsund Lernangebot ganzheitlich und mit musischen Elementen zu gestalten.

Verschiedene Formen des Förderunterrichts

Es gibt Förderstunden, die im Klassenverband, in Kleingruppen oder im Einzelunterricht durchgeführt werden. Förderung wird angeboten in:

– DaZ – Deutsch als Zweitsprache

– DaF – Deutsch als Fremdsprache

– LRS – Lese-Rechtschreibschwäche

– Mathematik

– Dyskalkulie

– Sprachförderung

– Förderung durch Sonder- und Sozialpädagogen/-innen

Die Fördergruppen werden im Anschluss an die diagnostischen Ergebnisse durch die Klassen- und Fachlehrer/-innen zusammengestellt.

Lernen und Fördern in der Klassengemeinschaft

Der Förderunterricht, der jedem Kind unserer Schule zugute kommt, findet im Rahmen des Klassenunterrichts statt. Hier werden die Unterrichtsinhalte aufgegriffen und vertiefende Übungen angeboten.

Die Kinder werden nach ihren Vorkenntnissen und Fähigkeiten möglichst individuell gefördert, damit sie in ihrer Lerngruppe bleiben und dort Fortschritte machen können.

Von uns angeschaffte oder erstellte Fördermaterialien haben wir unter folgenden Kriterien ausgewählt. Sie sind übersichtlich, motivierend sowie ansprechend und nach Möglichkeit mit einer Selbstkontrolle ausgestattet.

In regelmäßigen Teamsitzungen werden für besonders förderungswürdige Kinder Förderpläne erstellt. Die Zeiträume zur Evaluation sind individuell. Elterngespräche finden in diesem Zusammenhang auch außerhalb der Elternsprechtage statt, um außerschulische Förderung anzuregen und zu unterstützen.

Zusätzliche Förder-Angebote

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT)
Unsere Sozialpädagogin führt in der Schuleingangsphase in Kleingruppen Förderung zur phonologischen Bewusstheit, zu mathematischen Grundfertigkeiten und das Marburger Konzentrationstraining durch. An diesen Gruppen nehmen ca. 4 bis 6 Kinder teil. In einigen Stunden findet Einzelförderung im Klassenunterricht statt.

Das Marburger Konzentrationstraining wird nach Bedarf von unserer Sozialpädagogin in Kleingruppen der 1. und 2. Klasse angeboten.

  1. Zielgruppe des Trainings

Die Zielgruppe des Trainings sind Kinder, denen es schwer fällt, ihre Aufmerksamkeit der Situation entsprechend zu steuern. Das bedeutet, sich einer Sache zuzuwenden, dabei zu bleiben und Unwichtiges auszublenden.

  1. Ziele des MKT

Inhalt und Ziel des MKT ist das Trainieren der Selbststeuerung, um die Aufmerksamkeitssteuerung und die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern. Die Kinder lernen dabei, laut zu denken. Zudem sollen Wahrnehmung und Feinmotorik trainiert und Leistungsmotivation und Anstrengungsbereitschaft erhöht werden.

  1. Aufbau des Trainings

Das MKT ist als Gruppentraining konzipiert, da viele Kinder erst in der Gruppe Auffälligkeiten zeigen. Zudem hat es den Vorteil, dass die Kinder voneinander lernen können. Das Lernen am Modell und das Imitationslernen entsprechen dem Entwicklungsalter der Kinder. Das Training findet einmal in der Woche statt und dauert in der Schule, anders als in der außerschulischen Therapie, 45 Minuten. Der Aufbau ist immer gleich, so dass sich die Kinder auf eine gleichbleibende Struktur einstellen können.

Psychomotorische Förderung

Einmal pro Woche führt unser Sportlehrer eine Stunde je Klasse psychomotorische Förderung in der Sporthalle durch.

Angebote für begabte Schüler/-innen

Wenn es die personelle Ausstattung erlaubt, bieten wir unter anderem an:

Teilnahme an mathematischen Wettbewerben (Känguru-Wettbewerb, Landeswettbewerb Mathematik)

AGs zur Begabungsförderung im mathematischen und musischen Bereich

KUKI- Angebote im Nachmittagsbereich (künstlerische, sprachliche, naturwissenschaftliche Angebote und Angebote im sportlichen Bereich)

Teilnahme am Unterricht einer höheren Klassenstufe in ausgewählten Fächern in Abhängigkeit von den organisatorischen Möglichkeiten (Drehtür-Modell)

Sonderpädagogische Förderung an unserer Schule im Rahmen der Inklusion

Unsere Schulgemeinde steht dem Gedanken der Inklusion, der seit einigen Jahren einen Paradigmenwechsel in unser Schulsystem eingeleitet hat, sehr offen gegenüber. Wir sind davon überzeugt, dass es möglich sein kann, Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unter bestimmten Bedingungen im Regelschulbereich zu beschulen. Wenn wir den Gedanken der individuellen Förderung ernst nehmen, so haben alle Kinder einen „besonderen“ Förderbedarf, den wir uns bemühen durch unterschiedliche diagnostische Verfahren (siehe dazu: Förderkonzept) zu erkennen und im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung und Bildung des Kindes gerecht zu werden.

Darüber hinaus waren die Schulen der Stadt Erkrath in das Pilotprojekt des Kreises Mettmann „Schulen auf dem Weg in die Inklusion“ in besonderer Weise eingegliedert. Lehrer und Lehrerinnen nutzten die Möglichkeit, durch eine wissenschaftliche Begleitung (siehe Fortbildungsplanung: Module zur sonderpädagogischen Förderung im Regelschulbereich) durch die Universität Köln die ersten Schritte auf diesem umfangreichen Weg der Schule mit zu gehen.

Wir haben von Anbeginn an eine Offenheit gezeigt, nicht nur Kinder mit (sonder-)pädagogischen Förderbedarfen „Lernen“/“Sozial-emotionaler Förderbedarf“/“Sprache“ zu beschulen, sondern haben uns auch geöffnet für Kinder mit anderen sonderpädagogischen Förderbedarfen. Unsere Schule ist seit dem Schuljahr 2015/2016 Schule des gemeinsamen Lernens (GL-Schule).

So arbeiten wir mit einer Sonderpädagogin, dem Förderzentrum Mitte des Kreises Mettmann und bei Bedarf mit weiteren sonderpädagogischen Fachkräften anderer Förderschulen zusammen.

Fragen? Kontaktieren Sie uns gerne!

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